Hier erfährst du, wie du anfängst, welches Material du brauchst und welchem strukturiertem Ablauf du folgen kannst, um schnelle Fortschritte zu machen!
Der Lernablauf hier basiert nicht einfach auf subjektiven Erfahrungen und Gefühlen, sondern den Erkenntnissen und Theorien jener, die ihr Leben der Frage widmeten: „Wie lernen wir Sprachen?“ Deren Untersuchungen bestätigten mir oft, was ich selbst nur fühlte – und was auf viele Lernanfänger zunächst kontraintuitiv wirken kann. Deswegen bekommst du hier einen Einblick in die über hunderte Jahre hinweg erarbeiten Grundlagen des Sprachenlernens!
Deine ersten Schritte in der Sprache sind eher passiver Natur. Geh deinem Alltag nach, während du im Hintergrund japanische Lieder oder Podcasts anhörst. Schaust du Anime, dann sieh sie auf Japanisch an und nutze Untertitel. In dieser Phase geht es darum, dich erst einmal an den Klang der Sprache zu gewöhnen!
Japanisch hat drei Schriftsysteme, für den Anfang brauchst du aber nur zwei:
Damit hast du alle wichtigen Grundlagen für das weitere Lernen gelegt!
Wie lange du zum Lernen brauchst, hängt von deinem täglichen Zeitaufwand ab. Da sich Japanisch sehr stark von Deutsch unterscheidet, brauchst du wesentlich länger, als für europäische Sprachen. Der Richtwert sind 2.200 Stunden für ein alltagstaugliches Niveau. Die exakte Dauer kann sich jedoch von Person zu Person unterscheiden.
Geht man nach den Stufen des Japanese Language Proficiency Tests (JLPT) - die von N5 (niedrigstes) bis N1 (höchstes) Niveau gehen - bedeutet das bei einem Aufwand von 8 Stunden täglich:
Natürlich ist das Lernen aber kein Wettrennen. Wenn du täglich weniger Zeit aufwenden kannst, kommst du dennoch voran - brauchst dann nur etwas länger.
Das kommt darauf an, was du als schwer empfindest: Der Lernablauf ist identisch wie bei jeder anderen Sprache. Allerdings wirst du wesentlich mehr Zeit aufwenden müssen, da Japanisch so gut wie keine Ähnlichkeiten zu Deutsch aufweist.
Die effektivste Methode, Vokabeln zu lernen, ist es, sie in vielen verschiedenen Kontexten zu sehen und nachzuschlagen, während du einfach japanische Bücher liest, oder Serien ansiehst.
Vokabelkarten mit Apps wie etwa Anki können unterstützend wirken, liefern im Regelfall aber alleinstehend nicht genügend verschiedene Kontexte, um dir neue Wörter effektiv einzuprägen.
Obwohl es zehntausende von Kanji gibt, musst du für den normalen Alltag in Japan "nur" die 2.136 Joyo-Kanji kennen. Die lernst du am besten aber nicht isoliert, sondern zusammen mit Vokabeln. So verliert der Aufwand viel zu seinem Schrecken, da das wie in der Frage zuvor beschrieben ganz nebenbei geschieht, während du die Wörter in den verschiedensten Situationen erlebst!